Die Abfahrt verläuft umgekehrt zur Ankunft. Koffer packen, Auto besteigen, man läßt Lefke hinter sich, fährt schnurgerade auf die Hauptstrasse in Gemikonagi zu … Doch halt: Ist nicht alles wie verwandelt!? Das kurze Stück Meer in Gemikonagi, auf das man zufährt, leuchtet windstill und verheissungsvoll wie ein Stück vom Paradies, die Berge des Pentadaktylos leuchten im Morgennebel voll Liebe, der Wagen rollt sanft und sicher auf Engelsschwingen, das Herz ist ruhig und heiter (auch wenn man genau weiß, dass später der Wind wieder auffrischen und es in Unruhe versetzen wird…), statt Ungeduld ist grenzenlose Geduld angesagt. Und jetzt erst fällt mir auf, dass am Anfang und Ende dieses Weges ja zwei heilige Frauen stehen – Hajji Anne in Lefke und Hala Sultan in Larnaca (möge Allah mit ihnen zufrieden sein und ihr Andenken heiligen).
Was habe ich in dieser kurzen Woche noch erlebt/gelernt?
Ich habe dank der guten Versorgung (abgesehen vom Döner
) bestimmt zwei Kilo zugenommen, worüber mich aber das Sheikh(?)-Wort “Ein Mann ohne Bauch ist wie ein Haus ohne Möbel” hinwegtröstete. Noch ein türk. Spruch (von Sawasch): “Sei heilig wie Wasser.” hm, okeee… Und hier der dritte Spruch (aus dem Hagakure), der mir ab und an half: “Matters of great concern should be treated lightly. – Matters of small concern should be treated seriously…” (MP3)
Ach ja, und dann die obligatorische Frage am Abend des Abreisetags: “Who is going to die?” (Abdullah meldet sich vorlaut: “Ich! Ich!”) … ähem, es hieß wohl: “Who is going today?”
Wie auch immer – wir kommen wieder! Insha’llah ganz bestimmt …