Archive for the ‘Gedanken’ Category

Das Leben ist viel zu kurz, um anderen Leuten keine Freude zu machen

Wednesday, November 9th, 2011

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Was ist ein Sufi anderes als ein höchst ausgebildeter Clown? Was ist ein Clown anderes als ein höchst ausgebildeter Sufi?

Maulana’s Quote of the Day passt hierzu mal wieder wie die Faust aufs Auge:

People should have the intention to make the Lord pleased with them. That is all. All other intentions are useless. [more]

Bar jeder Empathie

Tuesday, May 10th, 2011

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nachgestelltes Foto, az-online.de

Drei Totschläger: Das Produkt von lauter gut gemeinten Absichten einer Gesellschaft, die es offensichtlich verlernt hat, sich zu schützen, wie es Susanne Leinemann in dem erschüternden Bericht “Der Überfall” zu berichten weiß.

Sie wird überfallen, von hinten nieder- und fast totgeschlagen, und das alles für eine Handtasche mit 35 Euro.

Dabei sind die drei das Produkt von lauter gut gemeinten Absichten – einer weitverzweigten Sozial- und Therapieindustrie, von Sozialpädagogen, Psychotherapeuten, Erziehern, Angestellten der Jugendämter. Viele, die in diesen Berufen arbeiten, sind Frauen. Fast alle Opfer der Serie sind Frauen. Eine der zuständigen Jugendamtsmitarbeiterinnen weint, als sie darüber erzählt. Empathie ist der Kraftstoff der pädagogischen Berufswelt. Der Totschläger und der Faustschläger dagegen, nur wenige Meter entfernt, sind bar jeder Empathie.

Und ganz folgerichtig stellt Jan Fleischhauer die Kardinalfrage, ob wir unser Verständnis für die Täter nicht zu weit getrieben haben. Die Scharia bestraft Diebstahl mit dem Abhacken einer Hand – ist dies nicht auch ein Beispiel für die nach 1968 verfemte Gerechtigkeitstheorie, die dem Täter eine Wunde zufügen will? Vergeltungsjustiz oder Schutzjustiz? Verstehen ist die eine Sache: hier schlug das Pendel wohl in den letzten 40 Jahren zu weit aus. Schutz für die Opfer ist die andere Sache, die dabei wohl zu kurz gekommen ist. Und ich glaube fest daran, dass Strafen drakonisch sein können (sein sollen) ohne ungerecht zu sein. Nur so sind die empathielosen Straftäter noch zu erreichen, nur diese Strafen (auf dem Fuß!) zeigen ihnen, dass es die Gesellschaft ernst meint und erreicht sie. Erreicht sie dort, wo es weh tut, wo sie es verstehen: In der Gewalt, die sie antun und die nun ihnen angetan wird. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Stockschläge um Stockschläge. Und in der Tat eine verlockende Vorstellung, dass jeder Gewalttäter und Schläger diese Konsequenz zu fürchten und am eigene Leibe zu erleben hätte. In dubio pro victimo…

Die meisten Überfälle geschahen im Wedding, da ist dieses Täterprofil rar. Türken und Araber sind dort der Standard.

Auch das noch! Muslime?! Was für eine Schande! Auch hier offensichtlich keine Angst vor der – zu milden? – Strafe. Hier gibt es keine Ausrede, diese Leute müssen aufgrund ihrer Herkunft wissen, was sie erwartet!!

Die Gesellschaft hat es verlernt sich zu schützen. Ist aus dem Schutz ausgebrochen, hat sich dem Schutz entzogen. Frauen, die als Freiwild betrachtet werden, nackt für Hamsterfutterwerbung mißbraucht werden, die in sozialen Einrichtungen bis zum burn-out verheizt werden, die jeden Tag (sprachliche) Gewalt erleben, von ihren Männern nicht geschützt werden und kein schützendes Zuhause aufbauen können. Kinder, die splitterfasernackt im Gartenteich baden oder auf der Straße tollen, schutzlos allein gelassen von ihren Eltern. Eltern, die Scham als prüde diffamieren und die Freiheit des Egos auf ihre Fahnen geschrieben haben und an den bedingungslosen Werteverzicht glauben.

Abhängigkeiten

Friday, January 22nd, 2010

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Warum sind die anderen so böse mit mir?

1. Stufe: Das ist das Ego des Anderen. Wie klingt das Klatschen einer Hand? Ich halte also nicht dagegen, sondern warte ab, bis der “Anfall” (in 5 Minuten oder 5 Stunden oder 5 Tagen oder 5 Wochen oder 5 Monaten oder 5 Jahren) vorbei ist.
2. Stufe: Damit ich lerne, mich nicht von anderen abhängig zu machen sondern nur von Allah. Die einzige erlaubte Frage ist “Oh Allah, wie kann ich dich erfreuen? Mit welcher Handlung kann ich dir Freude machen?” Und wenn Allah mit einem erfreut ist, macht er es, dass alle mit einem erfreut sind – aber das ist mir dann auch schon egal…

Weltwunder

Sunday, November 22nd, 2009

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Die Adam’s Bridge verbindet den indischen Subkontinent mit Sri Lanka. 51 teils klitzekleine Koralleninseln und Riffe sind wie an einer Perlenkette aufgereiht und bilden eine natürlichen Weg zwischen den beiden Ländern, der wohl bis ins 15.Jh. noch gangbar war. Ehre sei Gott in der Höhe für dieses wahrhafte Weltwunder!

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Scheibenkleister

Wednesday, August 19th, 2009

Oh Rabb, Du bist der Meister der Herzen. Und wir? Wir sind die Meister des Scheibenkleisters.

Drugs don’t cure, just kill the pain

Friday, August 14th, 2009

If “Drugs don’t cure, just kill the pain” (Maulauna Sheikh Nazim), why take drugs anyway? Drugs will only suppress the symptoms, let you think there’s no basic illness at all. Drugs therefore allow you to go on as usual. But according to my belief, “Illness is the rope which pulls me to Allah”. The illness force me not to go on as usual, but to change my life, bad characteristics, achieve good manners, and so on. Drugs will veil that spiritual incentive and hinder the process.

Bala Schahidna = Allahu akbar

Friday, August 7th, 2009

allah Als uns Unser Herr gefragt hat: “Alastu bi rabbikum” (Bin ich nicht euer Herr) haben wir alle, die wir dort gestanden sind, geantwortet: “Bala Schahidna” (Jawohl wir bezeugen es). [7:172, 3:81, 33:7] Wenn wir nun bei jedem Gebet Allahu akbar sagen (Gott ist groß), dann ist das nicht einfach nur ein Spruch, ein Statement, ein Glaubenssatz, sondern jedesmal treten wir damit wieder in den Bund mit Allah Almighty ein. Wir bezeugen mit jedem Allahu akbar diese Schwur vom Anbeginn der Zeit, wir stehen wieder vor Ihm. Bei Alastu bi rabbikum wie im Gebet stehen wir vor Ihm. Und dies ist das Wunderbare am Gebet, dass wir uns bei jeder Beugung, bei jedem Ruku, bei jeder Sajda und bei jeder Bewegung den Schwur, den Bayat mit Allah Almighty nicht nur erinnern sondern auch jedesmal wieder erneuern dürfen.

God created man weak. And ego strong …

Monday, August 3rd, 2009

Why does Allah almighty created mankind weak, raising them as weak creatures, but equipped with an strong Ego, an absolut square-headed, dominant and stubborn egoistic self? I’m trained to accept the meaning in everything, I look always to a meaning, a sense. What is the sense of a weak being with a strong ego? Humility? Because we’re always forced to fail and subsequently be humble?

Sheikh Nazim Effendi: gottvoll

Friday, July 17th, 2009

Heute in A.M.Textor: “Sag es treffender” zufällig bei der Suche nach Synonymen für “spaßig” über den Begriff “gottvoll” gestolpert. Es steht mit folgenden Begriffen in engem Zusammenhang:

komisch, gelungen, gediegen, witzig, ulkig, köstlich, kostbar, possierlich, grotesk, burlesk, possenhaft, schwankhaft, lächerlich, putzig, schnurrig, urkomisch, zwerchfellerschütternd, zum Schießen, unbezahlbar.

Ja, nach der gestrigen Sohbet kann ich all’ dies nur bestätigen: Sheikh Effendi ist wirklich unbezahlbar … zwerchfellerschütternd … urkomisch ;-)

Religion ist … eine Richtung des Herzens

Monday, June 8th, 2009

Religion ist etwas unendlich Einfaches, Einfältiges. Es ist keine Kenntnis, kein Inhalt des Gefühls, es ist keine Pflicht und kein Verzicht, es ist keine Einschränkung: sondern in der vollkommenen Weite des Weltalls ist es: eine Richtung des Herzens … Daß der Araber zu gewissen Stunden sich gegen Osten kehrt und sich niederwirft, das ist Religion. Es ist kaum “Glauben”. Es hat kein Gegenteil. Es ist ein natürliches Bewegtwerden innerhalb eines Daseins, durch das dreimal täglich der Wind Gottes streicht, indem wir mindestens dies: biegsam sind.” [Rainer Maria Rilke, Brief vom 28. 12. 1921]