Archive for the ‘Gedanken’ Category

It’s music which leads me to love

Sunday, May 17th, 2009

Long time ago since I last heard this wonderful Talking Heads. Beside their true-to-the-limit lyrics, the melody made me dancing, singing, rejoicing…

Feet on the ground
Head in the sky
It’s ok I know nothing’s wrong . . nothing

Hi yo you got light in your eyes
And you’re standing here beside me
I love the passing of time
Never for money
Always for love

Home – is where I want to be
But I guess I’m already there
I come home – she lifted up her wings
Guess that this must be the place
I can’t tell one from another
Did I find you, or you find me?
There was a time Before we were born
If someone asks, this is where I’ll be . . . where I’ll be

Lös’ die Bremse!

Thursday, April 9th, 2009

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Heute morgen vor Fajr erschien im Spiegel meines Herzens die be(un)ruhigende Erkenntnis, dass Allah uns mit einer gewaltigen Anziehungskraft zu sich zieht. Wir müssen gar nichts tun ausser die Bremse zu lösen, die uns daran hindert zu ihm zu “rollen”. Dies ist unsere einzige Aufgabe. Erstmal / Einmal alles was bremst in uns über Bord zu werfen, (die bremsenden Kräfte) loszulassen und sich so richtig seinem Sog hingeben! Gottesdienst ist nichts Aktives sondern zutiefst passiv. Lass einfach alles hinderliche hinter dir, lass los und gib dich (dem süßen Sog) hin – mehr ist nicht nötig für vollkommene Glückseligkeit.

Den ganzen Tag, das ganze Leben kämpfen wir gegen diesen Sog an und verwenden unendlich viel Energie um Ihm zu entkommen. Ich muß euch nicht sagen, wie erleichternd es ist das Kämpfen aufzugeben und sich hinzugeben. Das ist vielleicht die Essenz des Sufi, sein Wesens-Merkmal (im Vergleich zu angestrengten und verklemmten Wiemacheichnurallesrichtig Betern). Sich nicht verklemmen sondern loslassen – das ergibt die selbstverständliche Leichtigkeit und Schönheit des Betens von Sheikh Effendi.

Insofern resembles dieses Loslassen natürlich dem Loslösen der Seele aus dem Körper.

Google … äh Gott ist dir näher als deine Halsschlagader

Friday, August 22nd, 2008

Nach dem Lesen eines der neuen Superfeatures von Google, vermutlich Latitude.

Anarchie muß möglich sein

Friday, July 4th, 2008

Auf dem Rückflug von Helsinki in der Herald Tribune geblättert. Die EU will alle ihre Daten den USA zur Verfügung stellen. Wehren kann man sich nicht, auch nicht bei Mißbrauch, da die USA keinen Mechanismus dafür haben. Kreditkarten, Sexuelle Neigungen, Religion sowieso. In Münster schrecken mich H&M-Plakate mit aufreizenden, willigen(!) Damen in eindeutiger Pose auf. Mir fällt sofort ein anarchischer Streich ein, durch eine kleine Veränderung die eigentliche Absicht des Posters genial bloßstellen. Nachher denke ich weiter: Zu viele Überwachungskameras und -Satelliten! Keiner kommt ungesehen davon! Anarchie ist (nicht mehr) machbar, Herr Nachbar! Wenn solch anarchischer Protest (gegen die Kommerzialisierung – den Mißbrauch, das Eindringen in – unseres Intimen) nicht mehr möglich ist, gibt es keine Freiheit mehr.

Determiniert

Friday, July 4th, 2008

Die Leute (welcher Begriff!) rennen alle so determiniert herum. Heute morgen sah ich eine Studentin auf dem Fahrrad, die ganz aufmerksam und konzentriert geradeaus guckte, ja fast starr. Jeder scheint nur mit sich selbst beschäftigt zu sein. Jeder scheint nur dauernd an das zu denken, was für ihn gut ist. Keiner hat Zeit, mal nach rechts oder links zu sehen, wie es dort aussieht, wie es dort den Menschen geht, was die Menschen neben ihn angeht. “Determiniert” zu sein, hat einen guten Klang, ist eine positive Eigenschaft in unserer Gesellschaft.

Bei psychisch Kranken sieht man dieses Verhalten seltener. Vielleicht werden diese deshalb auch als “krank” definiert.

Allah schneidet bzw. läßt schneiden

Monday, April 28th, 2008

Wir sind verhaftet mit Weltlichem. Das schnell zum Götzen wird. Beruf und Geld (bei Männern), Aussehen und Kinder (bei Frauen) sind vielleicht die mächtigsten Dinge, an die wir unser Herz hängen. Doch jetzt kommt Allah. Er ist eifersüchtig, möchte keine Nebenbuhler haben. Also operiert er uns diese Verhaftungen heraus. Bei lebendigem Leib schneidet er mit seinem feinen (Ya-Latif!) unwiderstehlichen Skalpell diese Auswucherungen ab. Darum tut das so weh. Al Hamdullilah! Wie er das macht? Da gibt es jede Menge Egos, die er dafür prima benutzen kann. :-) Auch wir dienen ihm manchmal auf diese Weise … Wenn es uns nicht bewußt ist …

Terroristen sind Teufel

Wednesday, July 4th, 2007

… sagt nun auch der Anglikanische Geistliche von Bagdad, Andrew White, laut Spiegel Online:

Der mutmaßliche Terrorist, der den Geistlichen in Bagdad ansprach, ist laut White um die vierzig Jahre alt und war aus Syrien zu dem Treffen angereist. Die Terrorpläne, habe der Mann gesagt, würden in den kommenden Wochen umgesetzt und zuerst die Briten treffen. Den Namen des Mannes erfuhr White den Angaben zufolge erst nach dem Zusammentreffen, will ihn aber auch jetzt nicht nennen. Eins jedenfalls wollte er der “Times” noch sagen: “Ich bin an diesem Tag dem Teufel begegnet.”

Sheikh Hassan:

Sie nennen sich Diener Gottes und führen tatsächlich das aus, was der Teufel, der gemeinsame Feind aller Menschen, ihnen einflüstert.

Gott erhalte Franz, den Kaiser

Friday, June 22nd, 2007

Kaiserhymne

Endlich mal ein vernünftiger Text für die deutsche Nationalhymne. Aus Leonardo: 1922 wurde das „Lied der Deutschen“ zur Hymne der Weimarer Republik. Der Text wurde allerdings schon im Jahre 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gedichtet. Und auf die Melodie von Joseph Haydn sang man schon im 19. Jahrhundert „Gott erhalte Franz den Kaiser“. Die Komposition stammt aus dem Jahre 1797.

Fördert der Islam den Terrorismus? I

Tuesday, June 12th, 2007

Letztens mußte ich mit anhören, wie ein Kirchgänger seinen Pfarrer fragte, ob man nicht darüber reden müsse, dass vom Islam nichts Gutes ausginge. Ich war so erschrocken, dass ich nichts erwidern konnte und ärgerte mich nachher. Ich möchte nun in folgenden Beiträgen Ideen zu diesem Thema sammeln. Den Anfang macht “Magister Ludi” Herman Hesse.

Und natürlich glaube ich auch nicht, daß wirklich die Orthodoxie die Mutter des Blutdursts und der Scheiterhaufen sei. Sondern das Tier und der Dämon im Menschen kehrt immer wieder zum Töten und Quälen zurück und findet dann natürlich auch immer irgend eine “orthodoxe” Ideologie dazu, so wie Hitler und Stalin mit entgegengesetzten Orthodoxien denselben Mächten dienen.

Wäre die Menschheit ein Individuum, so wäre sie durch das “reine” Christentum zu heilen. Tier und Dämon müßten zu bannen sein. Aber es ist nicht so. Die “reinen” Religionen sind für eine kleine Schicht Hochstehender, während die Völker der Magien und Mythologien bedürfen. An einen Prozeß der Entwicklung von unten nach oben glaube ich nicht. Immer wieder steigen aus dem trüben Ganzen der Menschheit die einzelnen Reinen und Heilande auf, und werden von den Vielen erst dann geehrt, wenn man sie gekreuzigt und zu Göttern gemacht hat. [Herman Hesse: "An Kuno Fiedler Okt. 1939" In: Gesammelte Schriften, Berlin 1957, Band 7: Betrachtungen und Briefe, S.616-617]

Krankheit als Weg

Thursday, April 12th, 2007

Die Empfindung, die wohl jeden Kranken anfällt: nicht Herr im eigenen Haus zu sein. [Frick]

Die Krankheit ist das Seil, das dich zu Allah zieht. Oft gelesen, nie ganz verstanden. Wieso zieht es dich zu Allah? Weil es dich demütig macht, gewiß. Aber noch genauer, noch schärfer: Weil es dich erkennen läßt, wer Herr im Haus ist.