Archive for the ‘Presse/Funk/TV’ Category

Extreme Gewalt … gegen Fernsehzuschauer

Wednesday, July 9th, 2008

Wie André Heller* in einem kürzlichen Fernsehinterview zur zunehmenden Darstellung extremer Gewalt** bemerkte – sind wir von Reizen und Infoüberflutung so abgestumpft, dass nur Extreme noch “durchkommen”, eine Chance haben bemerkt zu werden, aufzufallen, hängen zu bleiben.

* Ich vermute mal, es war Heller. Er hatte Heller’s Akzent, sah aber mit seinen schneeweißen Haaren 20 Jahre älter aus.
** Was mir gestern in der Tagesschau negativ auffiel: Die Videoüberwachungsszene der Münchener U-Bahnszene wird jetzt immer länger gezeigt, nicht mehr nur die Anfänge sondern weiter bis zu den Fußtritten gegen den Kopf – igitt!

Anarchie muß möglich sein

Friday, July 4th, 2008

Auf dem Rückflug von Helsinki in der Herald Tribune geblättert. Die EU will alle ihre Daten den USA zur Verfügung stellen. Wehren kann man sich nicht, auch nicht bei Mißbrauch, da die USA keinen Mechanismus dafür haben. Kreditkarten, Sexuelle Neigungen, Religion sowieso. In Münster schrecken mich H&M-Plakate mit aufreizenden, willigen(!) Damen in eindeutiger Pose auf. Mir fällt sofort ein anarchischer Streich ein, durch eine kleine Veränderung die eigentliche Absicht des Posters genial bloßstellen. Nachher denke ich weiter: Zu viele Überwachungskameras und -Satelliten! Keiner kommt ungesehen davon! Anarchie ist (nicht mehr) machbar, Herr Nachbar! Wenn solch anarchischer Protest (gegen die Kommerzialisierung – den Mißbrauch, das Eindringen in – unseres Intimen) nicht mehr möglich ist, gibt es keine Freiheit mehr.

Telekom und Schäuble

Monday, June 2nd, 2008

Der Spiegel: Joerg Tauss wies dem Bundesinnenminister indirekt sogar eine Mitschuld für den Skandal zu. Schäuble habe alle Initiativen für einen besseren Datenschutz innerhalb der Koalition abgeblockt, sagte er. “Mit seiner unsäglichen Parole: ‘Wer nichts zu verbergen habe, brauche auch vor Überwachung keine Sorge zu haben‘, hat er die Verlotterung des Datenschutzes in Deutschland eingeleitet”.

Mexiko- Stadt lässt Busse nur für Frauen fahren

Monday, January 7th, 2008

Spiegel Online:

Männerverbot: Um Frauen besser vor Belästigungen und Übergriffen zu schützen, werden in Mexiko-Stadt künftig Autobusse nur für weibliche Passagiere fahren.

Evolution ist nur Marketing

Thursday, January 3rd, 2008

Der Physik-Nobelpreisträger Robert Laughlin spricht im Internview “Der Urknall ist nur Marketing” (Spiegel Online) über den Selbstbetrug in der Wissenschaft. Genauso wie der Urknall quasireligiös verbrämt wird, so auch die Evolution. Die entscheidende Frage “Wo kommen wir her?” generiert Forschungsmilliarden, aber keine Forscher, die durch Experimente zweifelsfrei (oder zweifelsarm) Wahrheit ans Tageslicht bringen könnten. Das Forschungssystem ist dazu nicht ausgelegt, da die allermeisten Forscher von ihrem Forschungsgegenstand existenziell abhängig sind.

Egal, was Sie glauben, am Ende müssen Sie sich fragen: Mit welchem Experiment könnte ich beweisen, dass meine Lieblingsidee falsch ist. Und erst wenn dieses Experiment scheitert, haben Sie eine Chance, richtig zu liegen. Und genau das fällt schwer. Denn nicht selten hängt Ihre Karriere von der Richtigkeit Ihrer Idee ab.[...] Es ist das Problem von Firmen, die unter wirtschaftlichem Druck stehen. Da tun oder sagen Leute praktisch alles, nur um nicht gefeuert zu werden. Denn die Wahrheit kann beruflicher Selbstmord sein. Deshalb darf man wissenschaftlichen Aussagen, die in einer solchen Situation gemacht werden, niemals trauen. [...] Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass wir es hier mit einem erschreckend weitverbreiteten Phänomen zu tun haben. Und es gibt sehr viele Wege, die Unwahrheit zu sagen. Zum Beispiel kann es reichen, wahre Dinge zu sagen, die aber irrelevant sind. Es gibt Massen von Experimenten, die schlicht nicht testen, was sie zu testen vorgeben. Oder man behauptet, herausgefunden zu haben, was alle ohnehin glauben. Dann können Sie ziemlich sicher sein, dass es niemand in Zweifel ziehen wird.

Über die Medizin:

Nehmen Sie die Medizin: Die wirklich wichtigen Fortschritte beruhen auch da oft auf bloßen Kochrezepten

Die Vehemenz des Konvertiten

Friday, December 28th, 2007

Aussteigerglück

Und gerade den schönen türkischen Spruch bei A.Schimmel gelesen: “Ruft der Konvertit den Adhan, wackelt das Minarett.” oder so ähnlich

40% aller in Deutschland lebenden Muslime radikal orientiert (!?)

Thursday, December 20th, 2007

Interessant: In seinem Newsletterabstract schreibt Spiegel Online “40% radikal orientiert”, auf der Webseite heißt es dann nur noch “fundamental orientiert”. Genau hier liegt der Hase begraben, genau dieser feine Unterschied wird systematisch der deutschen ahnungslosen Öffentlichkeit als nichtexistent verkauft. Die einfache Gleichung lautet: Wer betet = fundamental = radikal. (Peter Wetzels, der Autor der Studie, differenziert dann auch folgerichtig)

Fundamentalismus auf dem Vormarsch: Laut einer Studie des Bundesinnenministeriums sind vierzig Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime radikal orientiert. Jeder siebte Islam-Gläubige kann mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nichts anfangen, sechs Prozent sind demnach “gewaltaffin”. (Spiegel Online)

Innenminister Schäuble (frohlocke, jubiliere, hochjauchzet) warf sofort seine tibetanische Gebetsmühle von einem “ernstzunehmenden islamistischen Radikalisierungspotential” an. Wenn sich das Bundesinnenministerium mit dieser Studie nicht ein Ei ins eigene Nest gelegt hat.

Die Religion hat den Ergebnissen der Erhebung des Innenministeriums zufolge innerhalb der muslimischen Bevölkerung eine sehr große Bedeutung. Gerade für junge Leute werde ihr Glauben immer wichtiger. 40 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime ordnet die Studie als fundamental orientiert ein. Diese hätten klare religiöse Orientierungsmuster und Moralvorstellungen.

40% haben klare religiöse Orientierungsmuster und Moralvorstellungen! Fragen: Ist das schlecht oder gut? Wie sieht es bei den anderen Religionen aus? Mir sind 40% zu wenig, es könnten ruhig auch 100% sein. ;-)

Nachtrag: Telepolis berichtet gewohnt differenziert. Wenigstens die.

Dass diese Einzelnennungen aber nicht indikativ für eine Akzeptanz terroristischer, (vermeintlich) religiös motivierter Gewalt sind, verdeutlichen die sehr hohen Quoten der Ablehnung von Selbstmordattentaten sowie terroristischen Handlungen. Deren Legitimation wird von über 90% der Befragten klar zurückgewiesen.

Für die Allgemeinbevölkerung über 18 Jahren gilt somit, dass Intoleranz, Akzeptanz von Gewalt und Distanz zur Demokratie “zwischen Muslimen und Nichtmuslimen vermutlich in mehreren Punkten vergleichbar sein dürften”.

Bei Schülern (2.693 Telefoninterviews 9./10. Klasse in Augsburg, Berlin, HH, Köln) sieht es dagegen etwas gestörter aus:

Noch bedenklicher ist der Anteil von einem Viertel der Befragten, die Gewalt für legitimierbar halten, “wenn es um die Verbreitung und Durchsetzung des Islam geht”. Auch die “individuelle Bereitschaft, Gewalt einzusetzen, wenn es der islamischen Gemeinschaft dient”, liegt mit 24% (in der Allgemeinbevölkerung 7,6%) hoch. Besondere Gefahr besteht in der Anfälligkeit dieser Jugendlichen dafür, über ihre Überzeugungen politisch instrumentalisiert zu werden.

Zu Selbstmordattentaten:

So haben wir beispielsweise Muslime nach ihrer Meinung zu folgender Aussage gebeten: “Wer junge Muslime auffordert oder dazu anleitet, Selbstmordattentate zu begehen, ist ein gottloser Krimineller.” 90 Prozent haben zugestimmt, 9,4 Prozent abgelehnt.

Große Ereignisse nach dem Ramadan

Thursday, October 18th, 2007

Die Türkei marschiert heute oder morgen im Nordirak ein, Russland rüstet auf, Bush warnt vor dem 3. Weltkrieg – erfüllen sich jetzt so langsam die Prophezeiungen von Sheikh Effendi, nach dem Ramadan werden große Ereignisse auf uns zukommen?

Japaner, Erdbeben und der Tod

Tuesday, October 2nd, 2007

Die Japaner sollen jetzt auch ständig an ihren eigenen Tod denken, vielleicht auch nur viermal am Tag, wie Großsheikh empfahl… Denn: Das nächste Beben kann jederzeit kommen.

Fördert der Islam den Terrorismus? III

Thursday, September 27th, 2007

Nach einer psychologischen Studie aus den UK, die gestern im ZDF Heute(?) vorgestellt wurde, ist den radikalen Konvertiten (man bemerke die beginnende Differenzierung durch den Zusatz) die Ideologie egal, sie wollen nur radikal sein. Sprich: Sie treten in den Islam ein und dann direkt über (aus ihm aus) in eine radikale Hassideologie. Das einzige Charakteristikum ist ihre Einsamkeit, soziale Isoliertheit und … Der Islam wird als Anwerbungsideologie mißbraucht.