Archive for the ‘Terror’ Category

The ethical is needed most when most under strain

Tuesday, September 27th, 2011

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Abdal Hakim Murad (Tim Winter) on the western (not islamic!) basis of suicidal bombing: Bombing without Moonlight: The Origins of Suicidal Terrorism. (Interessant auch seine Veruteilung des Terrorbombardements deutscher Städte in WWII durch ein Großbritannien, das zwar hochethisch war (im GG zu Dtland), aber mit dem Rücken zur Wand stand).

Flying into a skyscraper to save the world is closer to the line which links Samson to Captain America, with a detour through the Book of Revelation, than to any Muslim conception of futuwwa.

The antinomian quality of this furious insurrectionist method confirms Gray’s suggestion that Islamism is simply another modern weapon against religion. For theists, the ethical can never be suspended; on the contrary, it is needed most when most under strain. Yet the militant transgressions of radicals form only part of a much wider picture of covert but deep surrender to Enlightenment thought.

John Gray on Al-Qeida’s bases in the modern world:

No cliche is more stupefying than that which describes Al-Qaida as a throwback to medieval times. It is a by-product of globalisation. Its most distinctive feature – projecting a privatised form of organised violence worldwide – was impossible in the past. Equally, the belief that a new world can be hastened by spectacular acts of destruction is nowhere found in medieval times. Al-Qaida’s closest precursors are the revolutionary anarchists of late nineteenth-century Europe.

He also quotes Buruma and Margalit, in their important study of Westernised anti-Westernism:

Bin Laden’s use of the word ‘insane’ is more akin to the Nazis’ constant use of fanatisch. Human sacrifice is not an established Muslim tradition. Holy war always was justified in defence of the Islamic state, and believers who died in battle were promised heavenly delights, but glorification of death for its own sake was not part of this, especially in the Sunni tradition. […] And the idea that freelance terrorists would enter paradise as martyrs by murdering unarmed civilians is a modern invention, one that would have horrified Muslims in the past. Islam is not a death cult.

Oslo and beyond

Wednesday, July 27th, 2011

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Zwei Tage Trauer, intensiver Briefwechsel mit einer norwegischen Kollegin, im Angesicht des Todes wird alles zurechtgerückt, bekommt alles seinen richtigen Platz und Stellenwert.

The sinner does not feel any remorse over his sins because his heart is already dead. – Ibn Qayyiam

Und noch so ein Hammer von islamicthought:

Undoubtedly, the one who purifies (their soul) has succeeded. And the one who soiled (their soul) has certainly failed. 92:9-10

Terror: Das sind immer die Anderen

Wednesday, January 5th, 2011

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Foto: Photocase

Georg Meggle in Telepolis meint, wir sollten erst mal definieren, was Terrorismus ist, bevor wir darüber sprechen.

Wofür steht Ω? Nun: Ω, das ist der absolute Ausnahmefall, die ultimative Katastrophe, die für uns so unvorstellbar schlimm ist, dass wir zu ihrer Verhinderung wirklich alles zu tun bereit wären, selbst dazu, alle – ja, wirklich alle – moralischen Restriktionen über Bord zu werfen.

Die drohende Weltherrschaft der Nazis war für Churchill ein solcher Ω-Fall. Ebenso soll nach (A.4.1) – zumindest FÜR UNS – auch der Terrorismus ein Ω sein. Dass er das ist, dies folgt ja schon aus (A.3).Wäre er keiner, so wäre seine Verwerflichkeit keine maximale.

2.8.2 Um nur ganz kurz klarzumachen, was das heißt: Ω-Fälle konfrontieren uns mit der härtesten aller denkbaren moralischen Fragen. Mit Blick auf den Krieg lautet diese: Kann es Situationen geben, in denen sogar das Begehen von Kriegsverbrechen bzw. sogar das Begehen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit moralisch gerechtfertigt, ja sogar zur moralischen Pflicht werden kann? Churchills JA auf diese Frage kennen wir: Das von den Briten selber so genannte Terror-Bombing deutscher Städte.

Da “UNSERE Terrorismus-Software nur um den Preis einer abgrundtiefen Diskriminierung DER ANDEREN” funktioniert, haben wir es hier wieder mit Rassismus zu tun…

Ohne diese Differenz müssten und würden WIR UNS selbst (und folglich auch DIE ANDEREN) wohl etwas anders sehen. Wir müssten z.B. sehen – und so vielleicht auch einsehen:
* Dass der größte T-Akt der Geschichte keineswegs der des 11. September 2001 war, sondern wohl eher die beiden Bomben vom 6. und 9. August ’45 (weitere T-Akte);
* Dass die größte Ausbildungsstätte für T-Akteure keineswegs im Grenzgebiet zwischen Afghanistan/Pakistan lag und liegt, sondern in North Carolina; Dass die Anderen keineswegs ganz anders ticken, vielmehr eher so wie wir – und umgekehrt;
* Dass WIR nicht per se die moralisch Guten sind;
* Dass vielmehr alles in allem die größeren T-Akteure wohl WIR selber sind.

Where are the headquarters of shaitan? Here! In our chest!!

Populistische Islamkritik – Lehren aus der Judenverfolgung

Sunday, November 21st, 2010

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ZEIT-Interview mit Historiker Dr. Benz

Benz: Im 19. Jahrhundert hat sich das Instrumentarium des modernen Antisemitismus ausgebildet. Um zu legitimieren, dass Juden ausgeschlossen, verjagt, womöglich umgebracht werden sollen, musste man beweisen, dass diese Minderheit schädlich, gefährlich und böse ist. Man fand den Beweis dafür zunächst in der Religion und dann – das war damals neu – im Charakter der Gläubigen. Die Charaktereigenschaften leitete man aus der Religion ab. Den Talmud als böses Buch zu diffamieren war ein verbreitetes Mittel der antisemitischen Propaganda. In einem nächsten Schritt wurde der »jüdische Charakter« zum »Rassemerkmal« umgedeutet. Seit ein paar Jahren laufen ähnliche Prozesse im öffentlichen Sprechen über Muslime ab. Abermals wird eine religiöse Gruppe mit bestimmten Eigenschaften belegt, die aus Glaube und »Kultur« abgeleitet werden.

ZEIT: Statt Talmudhetze nun Koranhetze?

Benz: Überspitzt gesagt, ja. Jedenfalls werden gläubige Muslime dadurch zu einer potenziell »bösen Gruppe« erklärt. Sogar der Schritt, so etwas wie einen »muslimischen Charakter« biologisch festzuschreiben, ist vollzogen worden von Thilo Sarrazin. Wobei ich eines klarstellen möchte, weil es immer wieder missverstanden wird: Ich setze nicht Muslime mit Juden gleich. Selbstverständlich gibt es islamistischen Terror und Fundamentalismus, das leugnet doch niemand, der noch seine fünf Sinne beisammen hat. Mir geht es darum, wie sich die Mehrheit der Bevölkerung gegenüber einer Minderheit verhält.

Ahmed, der tote Terrorist

Tuesday, November 9th, 2010

Humor ist was wir alle brauchen …

“Selbstradikalisierte Individuen”

Monday, November 8th, 2010

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Alfred Hackensberger schreibt im Telepolis-Artikel Jemen könnte zum nächsten Afghanistan werden über die neue Hochglanz-Al-Qaida-Broschüre

“Inspire” macht eine Strategie deutlich, die kaum mehr auszurechnen ist, da sie auf “selbstradikalisierte Individuen [baut], denen Beziehungen zum großen Netzwerk al-Qaidas fehlen, die aber die theologischen Argumente und strategischen Ideale teilen.” Armes Office für Homeland Security, armes Militär, armes BKA …

Die asymetrische Kriegsführung Auseinandersetzung wird uns noch viel beschäftigen.

Eine Lehre kann man aber wohl schon ziehen: Diese Leute sind mit militärischen Mitteln nicht mehr zu stoppen/bekämpfen, die kam man nicht einfach plattbomben wie die Vietkong, die sitzen im Cafe um die Ecke… Hier gilt es, die Hirne und Herzen zu erreichen und auf langfristige (und dem demokratischen 4-Jahres-Denken wohl abholde) Ziele zu setzen wie Bildung und Armutsbekämpfung (“Wir sind bewaffnet, Analphabeten, hungrig und zornig”).

Terrorismus, Medien und Staatsschutz: Eine gefährliche Mischung

Thursday, November 26th, 2009

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Ein Käfig voller Enten? Recherchen zur Sauerlandzelle Von Walter van Rossum. Deutschland Radio 12.5.2009

Betrachtet man die Geschichte der sogenannten Sauerlandbomber aus der Nähe, dann bleibt wenig übrig von den eiskalten Terroristen, die von Al Kaida gesteuert die Superbombe in Deutschland zünden wollten. Wir sehen Amateure, die mit ungeeigneten Chemikalien gefährlich rumhantieren und sich geradezu grotesk auffällig benehmen. Die angeblichen Verbindungen zur Crème des internationalen islamistischen Terrorismus sind reichlich undurchsichtig. Man muss, die bekannten Fakten nüchtern betrachtet, die medial verbreitete Geschichte von der generalstabsmäßig organisierten und durchgeführten Geheimoperation der Sicherheitsbehörden gegen die zum Blutbad entschlossenen Terroristen aus guten Gründen bezweifeln. Beunruhigender sind die deutlichen Hinweise auf die Verstrickungen der verschiedenen Geheimdienste in die Aktivitäten der verdächtigen jungen Männer. Genauso beunruhigend ist aber auch, dass der überwiegende Teil der Medien von den Ungereimtheiten der offiziellen Darstellung aus Kreisen der Sicherheitsbehörden keine Notiz zu nehmen bereit ist, geschweige denn sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit macht.

Anti-Terror-Kampf: Rasterfahndung in Europa ist diskriminierend und wirkungslos

Tuesday, May 26th, 2009

Die verschiedenen Methoden auf Grundlage von Personenprofilen in denen “herkunftsbasierter Personenprofile”, bei denen speziell Muslime, Araber oder Asiaten geprüft würden, seien “allgegenwärtig, ineffizient und diskriminierend” zeigt die Studie des Open Society Institute auf.

via Anti-Terror-Kampf: Rasterfahndung in Europa ist wirkungslos – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.